Pfingst-Turnier in Ahaus
Toller vierter Platz in Ahaus für Vipers-Jugend
Vier Tage Kaiser-Wetter hatte die Veranstaltung wirklich verdient. Das Schüler- und Jugend-Turnier in Ahaus war wieder einmal ein voller Erfolg, auch aus Sicht der Pulheim Vipers. Die Jugend belegte einen fantastischen vierten Platz im hochkarätig besetzten Feld, die Schüler wurden Achter, hatten es aber einigen Erstligisten sehr schwer gemacht. Die Turniersiege holten die Gastgeber, die Ahauser Maidy Dogs bei den Schülern, und die Duisburg Ducks bei der Jugend.

Aber auch die Vipers gaben an den vier Turniertagen, die von strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen begleitet waren, eine gute Visitenkarte ab. Die Mannschaften zelteten rund um die Halle in Ahaus, es konnte ausgiebig Kontakt geknüpft werden und die Stimmung während der Turniertage nicht besser sein.
Aus Pulheimer Sicht sowieso nicht. Jugendwart Anton Deck und seine Ehefrau Irma, Rita und Mariano Graziani und Tanja und Günter Dreschmann waren so etwas wie die Organsationsleiter im Lager der Vipers. Alles war bestens vorbereitet, klappte vorzüglich, auch für das leibliche Wohl aller Mitgereisten wurde gesorgt. Es blieben keine Wünsche offen. Das Wichtigste aber: die Spieler hatten ihren Spaß und konnten mit Lust und Laune den ganzen Tag ihrem liebsten Hobby frönen.
Dass die Pulheimer Teams angesichts der Besetzung des Turniers mit zahlreichen Mannschaften aus der 1. Schüler-Liga bzw. der 1. Jugend-Liga auch Lehrgeld zahlen mussten, war von vornherein klar. Erfreulich war allerdings, wie die Teams der Vipers die Herausforderungen annahmen und immer wieder über sich hinauswuchsen.
Dabei hatten es die Pulheimer Schüler gleich im Eröffnungsspiel mit dem deutschen Schüler-Meister Ahauser Maidy Dogs zu tun. Klar, dass das Team von Kapitän Tobias Deck klar das Nachsehen hatte. Die Gastgeber behielten mit 9:0 die Oberhand, aber diese Niederlage war einkalkuliert, denn Ahaus galt von vornherein als Favorit auf den Turniersieg, was sich am Ende auch bewahrheitete.

Auch im zweiten Spiel gab es für die Vipers-Schüler eine Niederlage. Der Spielplan hatte es so gewollt, dass der spätere Finalist Duisburg Ducks der nächste Gegner sein würde. Doch in diesem Match zogen sich die Vipers wesentlich couragierter aus der Affäre. Am Ende stand zwar auch ein 0:5, doch die Leistung der Pulheimer machte Mut für die weiteren Turnierspiele.
Die ersten Erfolgserlebnisse landeten dann aber die Jugend-Spieler der Pulheim Vipers. Die Skater-Schützlinge von Trainer Dustin Dreschmann landeten in ihrem ersten Vorrundenspiel gegen die zweite Mannschaft von Ahaus ein 7:3. Viermal Johannes Hertel und dreimal Gregor Senk hießen die Torschützen – das Traumduo aus einstigen Schüler-Zeiten hatten wieder zugeschlagen. Der erste Sieg hatte den Vipers mächtig Auftrieb gegeben, so wurde auch im zweiten Match ein Sieg eingefahren. Hamburg wurde mit 6:0 abgekanzelt. Goalie Pia Graziani konnte sich über einen Shutout (Spiel ohne Gegentor freuen). Neben Hertel (3) und Senk (2) konnte sich auch David Dreschmann in die Torschützenliste eintragen.

Die Schüler verloren dagegen ihr letztes Vorrundenspiel gegen die Kerpen Barracudas mit 1:8. Es war das dritte Duell gegen eine Erstliga-Mannschaft in der Vorrunde – der Spielplan hatte es mit den Vipers-Schülern nicht gut gemeint. Das Team von Trainer Stephan Durry, in dem noch zahlreiche Bambini-Spieler standen, hatte allerdings dennoch nichts von seiner Moral eingebüßt. Das erste Turniertor der Schüler ging im Übrigen auf das Konto von Kapitän Tobias Deck.
Am dritten Turniertag, am Pfingstsonntag, sollte endlich das erste Erfolgserlebnis für die Vipers-Schüler folgen. Gegen Hamburg feierte das Team in der Trostrunde einen 8:0-Kantersieg. Tobias Deck (4), Marcel Desai, Nick Kluge, Tobias Fels und Valentin Durry trafen für die Vipers.
Auf sehr starke Gegner traf in der Siegerrunde die Jugendmannschaft der Vipers. Gleich im ersten Match war der spätere Turniersieger Duisburg Ducks der Gegner, der deutlich mit 14:0 dominierte. Auch die Schüler musste in ihrem nächsten Spiel als Verlierer das Feld verlassen, gegen Sterkrade hieß es am Ende 1:6. Torjäger Tobias Wolff beendete dabei seinen Torbann. Trotzdem reichte es nur zum Spiel um Platz 7.

Auch die Jugend musste im nächsten Spiel gegen Sterkrade ran, die Oberhausener siegten 8:0. Im letzten Spiel der Endrunde mussten die Vipers-Jugendspieler gegen den späteren Finalisten Crash Eagles Kaarst mit 0:6 erwartungsgemäß den Kürzeren ziehen. Schon in diesen beiden Spielen fehlte Johannes Hertel, der erkrankt die Heimreise antreten musste. Ein herber Verlust für die Vipers. Trotzdem standen die Pulheimer in dieser Altersklasse aufgrund der beiden Vorrundensiege im kleinen Finale um Platz drei. Das bedeutete einen wunderbaren Erfolg.
Die Schüler mussten in den Platzierungsspielen zunächst ran, aber wieder hatten die Vipers Pech. Erneut waren die Kerpen Barracudas, die in der Vorrunde mit 8:1 die Oberhand behalten hatten, der Kontrahent. Doch diesmal lieferten die Vipers dem Gegner ein Duell auf Augenhöhe, gingen sogar durch Nick Kluge in Führung. Später traf Valentin Durry den Pfosten. Doch die Routine der Kerpener setzte sich durch, sie zogen davon. Tobias Wolff erzielte das zweite Vipers-Tor zum 2:5-Endstand.

Die Vipers-Jugend bekam es mit Sterkrade im Spiel um Platz drei zu tun. Klar war von vornherein, dass die Oberhausener eine Nummer zu groß sein würden. Mit 7:1 siegten sie. Gregor Senk erzielte das Ehrentor für die Vipers. Unter dem Strich blieb ein guter Auftritt der Dreschmann-Truppe. Torhüterin Pia Graziani, die sich schon zuvor am Fuß verletzt hatte, erhielt kurz vor dem Ende des kleinen Finals einen Stockschlag an den Kopf und musste kurz behandelt werden. Doch auch unter Schmerzen hielt sie durch und setzte die Begegnung bis zur Schlusssirene fort.
Bei der stimmungsvollen Siegerehrung erhielten Leon Weber und Gregor Senk den Pokal für den vierten Platz bei der Jugend. Den Pokal für die Schüler nahmen Tobias Deck und Tobias Wolff in Empfang. Die Pulheim Vipers bedanken sich auf diesem Weg nochmals bei den Ahaus Maidy Dogs für die Gastfreundschaft und das tolle Pfingstturnier 2009. Wir kommen gerne wieder nach Ahaus.
Die Pulheimer Jugend erhielt außerdem noch die Fairplay-Auszeichnung, die mit 50 Euro für die Jugendkasse dotiert war. Das freute besonders den Berner-Sennenhund Gustav der Familie Klimke, der bei den Spielen jedes Vipers-Tor mit einem lauten Bellen zur Kenntnis genommen hatte…
Bericht von Ralph Durry
