Vipers-Teams tun sich schwer

 

Mit großen Erwartungen gingen die Pulheim Vipers in die Saison 2011 im Inline-Skaterhockey. Nach der grandiosen Saison 2010 hatte es sportlich gewaltigen Veränderungen gegeben. Die Herren-Mannschaft schaffte die Rückkehr in die Regionalliga West. Die Schüler spielen erstmals in der 1. Liga und müssen sich mit den Besten der Besten in Deutschland messen. Die Jugend und Junioren spielen weiterhin in der 2. Liga.

Auch an der Abteilungsleiterspitze hatte es Veränderungen gegeben. Die langjährige Doppelspitze Ralph Durry (Abteilungsleiter) und Anton Deck (stellvertretender Abteilungsleiter und Jugendwart) stellten sich auf der letzten Mitgliederversammlung nicht mehr zu Wahl. Neuer Chef der Inline-Skaterabteilung ist jetzt Dirk Sill, ihm zur Seite stehen Thorsten Rösch (Stellvertreter), Ralf Römer (Jugendwart) und Matthias Wolff (Kassenwart) sowie die Beisitzer Stephan Schmidt, Oliver Jeck und Marcel Thieme.

Anton Deck fungiert weiterhin als Präsident des Fördervereins der Pulheim Vipers, der sich um eine Überdachung des Außenplatzes hinter dem Hallenbad bemüht. Trotz großer Anstrengungen und viel Kreativität ließ sich dieses Projekt allerdings bislang noch nicht verwirklichen. So müssen die Vipers weiterhin mit den geringen Trainingszeiten in de Halle am Nordring in den Wintermonaten auskommen, in denen die Grundlage für die Saison gelegt wird.

Die wenigen Trainingszeiten samstags machen sich bemerkbar. Wäre die Basketballabteilung nicht so entgegenkommend, die Lage für die Vipers wäre noch dramatischer. Unter diesen nicht gerade berauschenden Bedingungen ist es allerdings sehr erstaunlich, dass die Pulheim Vipers trotzdem mitgliedermäßig weiterhin einen großen Boom verzeichnen.

In den letzten Monaten stieg die Zahl der vor allem jugendlichen Mitglieder wiederum um rund 20 Prozent. Die Sportart übt eine große Attraktivität aus, schade, dass die Stadt Pulheim nicht in der Lage ist, die selbstlose Initiative der Inline-Skaterabteilung und seines Fördervereins entsprechend zu unterstützen. Der Pulheimer SC hatte hingegen von Beginn signalisiert, den Vipers beim Bau der Überdachung – sobald die Finanzierung steht und abgesichert ist – finanziell unter die Arme zu greifen. 

Im sportlichen Bereich mussten die Vipers in der neuen Saison zu Beginn einiges Lehrgeld zahlen. Die Herren verloren in der Regionalliga West etliche Spiele unnötig und zierten das Tabellenende. Erst ein Sieg bei den Bullskatern aus Düsseldorf verschaffte dem Team um Spieler-Trainer Anton Sperle etwas Luft. Die Mannschaft hat sicherlich das Zeug, als Aufsteiger im Tabellenmittelfeld zu landen und die Klasse zu erhalten. In punkto Disziplin muss allerdings noch etwas gearbeitet werden. Im Pokal erreichten die Vipers-Herren die nächste Runde, standen aber gegen den Bundesligisten Mendener Mambas vor einer unlösbaren Aufgabe.

Große Probleme hatten die Schüler unter Trainer Stephan Durry in Liga eins, sie avancierten zum Punktelieferanten. Allerdings war dies absehbar, denn ein Großteil der Leistungsträger stieg altersbedingt in die Jugend auf. Diese konnte mit Coach Dustin Dreschmann indes den Schub der Meisterspieler der Schüler aus Liga zwei nicht nutzen und krebst ebenfalls etwas überraschend in unteren Tabellengefilden herum. Ein Lichtblick ist bislang sicherlich das Auftreten der Junioren unter dem Trainergespann Ralf Römer/Marco Fabian. Hier hat sich die Beharrlichkeit und Aufbauarbeit in den letzten Wochen und Monaten bezahlt gemacht.