Der Start ging gründlich daneben. Schon nach 2:29 Minuten lagen die Vipers hinten, nach neun Minuten stand es 0:2. Ein Drittel, das man schnell abhaken wollte – und genau das gelang. Aus der Pause kam eine völlig andere Mannschaft zurück: konsequenter in den Zweikämpfen, geduldiger im Aufbau, sichtbar mit Plan. Nach 16:49 Minuten fiel der Anschlusstreffer, nach 24:12 Minuten der Ausgleich zum 2:2. Das Momentum hatte die Seite gewechselt.
Die RAMS gingen im Schlussdrittel zwar noch einmal in Führung (35:23), aber die Vipers ließen sich davon nicht mehr aus dem Konzept bringen. Sie drückten, blieben dran – und wurden 39 Sekunden vor dem Ende belohnt: 44:21 Minuten auf der Uhr, 3:3, Ausgleich in letzter Sekunde. Eine Schlussphase, wie man sie sich als Zuschauer wünscht.
Was danach kam, ist die undankbarste Art zu verlieren. Im Penaltyschießen hatten die Gastgeber das bessere Ende für sich, der 4:3-Endstand. Sportlich war er das an diesem Nachmittag aber nicht.
Unterm Strich nehmen die Vipers eine Menge mit: Moral, Ordnung nach einem schwachen Auftakt und die Erkenntnis, in einer solchen Partie bis zur letzten Sekunde bestehen zu können. Der eine Punkt Unterschied war am Ende reine Nervensache.







