„Ich kann das nicht!“
Diesen Satz hört man durchaus einmal, wenn Kinder zum ersten Mal auf Inlineskates stehen. Die Rollen unter den Füßen fühlen sich ungewohnt an, das Gleichgewicht muss erst gefunden werden und schon die ersten Meter können zu einer kleinen Herausforderung werden.
Doch manchmal braucht es nur ein wenig Zeit, Unterstützung und vor allem den Mut, es einfach weiter zu versuchen. Und so stehen dieselben Kinder wenige Stunden später plötzlich selbstständig auf ihren Skates, halten einen Hockeyschläger in der Hand, führen den Ball vor sich her – und schießen vielleicht sogar ihr erstes eigenes Tor.
Genau diese Entwicklung macht einen solchen Tag so besonders.
Die Kindersportwoche des Pulheimer SC ist seit vielen Jahren ein echtes Herbstferien-Highlight für Kinder zwischen sieben und zehn Jahren. Innerhalb einer Woche bekommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, neun verschiedene Sportarten kennenzulernen und dabei herauszufinden, was ihnen Freude macht.
Doch eigentlich geht es bei dieser Woche um noch viel mehr als darum, verschiedene Sportarten einmal auszuprobieren. Es geht um Bewegung, Mut und neue Erfahrungen, vor allem aber um Gemeinschaft und die Erkenntnis, wie viel Spaß Sport machen kann, wenn das gemeinsame Erlebnis im Mittelpunkt steht.
Am heutigen Tag gehörte die Halle schließlich den Rollen, Schlägern und Bällen – denn es hieß:
Bühne frei für die Pulheim Vipers! 🐍
Zwei Gruppen – völlig unterschiedliche Voraussetzungen
Am Vormittag standen die Sieben- und Achtjährigen in der Halle, am Nachmittag folgten die Neun- und Zehnjährigen.
Und wie bei solchen Veranstaltungen üblich, hätten die Voraussetzungen kaum unterschiedlicher sein können.
Da waren Kinder, die zum ersten Mal überhaupt Inlineskates an den Füßen hatten. Unsichere erste Bewegungen, ein vorsichtiges Festhalten und die große Frage:
„Wie soll ich damit jemals durch die Halle fahren?“
Daneben standen Kinder, für die Skaten längst zum Hobby gehört und die sich entsprechend sicher auf den Rollen bewegten.
Genau diese Mischung macht die Herausforderung – und gleichzeitig den Reiz – einer solchen Veranstaltung aus.
Denn am Ende sollen alle etwas mitnehmen.






Ein Ziel? Nein – gleich drei!
Für solche Schnuppertage verfolgen wir bei den Vipers, genau wie in unserer Laufschule, drei ganz einfache Ziele:
Erstens: Wir wollen Kindern Spaß an Bewegung vermitteln.
Zweitens: Auch ein blutiger Anfänger soll am Ende der Einheit möglichst selbstständig seine Runden drehen können.
Und drittens: Wir möchten unseren Sport öffnen. Keine Berührungsängste, keine hohen Einstiegshürden – einfach ausprobieren, erleben und vielleicht ein kleines bisschen neugierig auf Inlinehockey werden.
Dafür waren die Vipers diesmal mit einer Mannschaft angereist, die fast so groß war wie eine kleine Starting Line-up.
Mit Sophie, Gerri, Marcel und Philipp standen gleich vier Trainerinnen und Trainer bereit.
Und weil ohne die passende Ausrüstung auf Rollen wenig funktioniert, hatten wir mit Darko und Schumi unsere beiden Logistik- und Equipment-Master dabei.
Skates, Helme, Schoner, Schläger – auswählen, anprobieren, einstellen, wechseln, wieder neu anpassen.
Das Video des Tages zeigt eindrucksvoll, wie viel Material notwendig ist, damit am Ende jedes Kind sicher auf die Fläche kann.
Aber es zeigt noch etwas anderes.
Viele helfende Hände.
Erst stehen. Dann rollen. Und plötzlich Hockey spielen.
Natürlich beginnt eine solche Einheit nicht mit Schläger und Ball.
Erst einmal müssen die Rollen unter den Füßen verstanden werden.
Wie stehe ich?
Wie komme ich vorwärts?
Wie halte ich das Gleichgewicht?
Und mindestens genauso wichtig:
Wie bremse ich eigentlich wieder?
Also wurde geübt. Unterstützt. Erklärt. Aufgestanden. Wieder versucht.
Hütchen wurden zu Orientierungspunkten und die ersten Meter irgendwann zu ganzen Runden.
Und dann passiert bei solchen Tagen immer wieder dieser besondere Moment:
Aus anfänglicher Unsicherheit wird plötzlich Selbstvertrauen.
Das Kind, das zu Beginn noch vorsichtig nach einer helfenden Hand gesucht hat, fährt auf einmal alleine weiter.
Vielleicht noch nicht perfekt.
Aber alleine.
Und genau dann weiß man als Trainer, warum man das macht.
Und dann kamen die Schläger …
Natürlich wollten wir den Kindern nicht nur das Skaten zeigen.
Schließlich sind wir die Pulheim Vipers.
Also kam irgendwann der Moment, auf den viele gewartet hatten:
Schläger raus. Bälle auf die Fläche. Jetzt wird Hockey gespielt!
Und tatsächlich:
Am Ende beider Einheiten standen alle Kinder mit einem Schläger in der Hand auf ihren Skates.
Auch diejenigen, die wenige Stunden zuvor vielleicht noch nie auf Rollen gestanden hatten.
Bälle wurden geführt, erste Pässe gespielt – und natürlich durfte eines nicht fehlen:
Tore schießen! 🏒🥅
Spätestens jetzt waren die Gesichter eigentlich Antwort genug auf die Frage, ob unsere drei Ziele erreicht worden waren.
Glückliche Kinder.
Stolze Kinder.
Kinder, die etwas Neues ausprobiert und festgestellt hatten:
Hey – ich kann das!
Mehr kann man sich von einem solchen Tag kaum wünschen.
Aber das Schönste war vielleicht etwas anderes
Sport verbindet.
Das klingt schnell nach einem Satz, den man auf irgendein Plakat schreiben könnte.
Heute konnte man es erleben.
Denn dieser Tag funktionierte nicht nur deshalb so gut, weil die Vipers mit einem starken Team vor Ort waren.
Mit Max, Leon, Johanna, Julian und Alex hatten wir von Seiten der Kindersportwoche großartige Unterstützung.
Gemeinsam wurde organisiert, geholfen, motiviert, Material verteilt und dafür gesorgt, dass die Kinder einfach Kinder sein und Sport erleben konnten.
Und genau darin steckt für uns vielleicht die wichtigste Botschaft dieses Tages.
Wir sprechen bei den Vipers oft von unserer Vipers-Family.
Von Zusammenhalt. Davon, dass man sich gegenseitig unterstützt. Davon, dass nicht jeder nur auf seine eigene Mannschaft oder seine eigene Aufgabe schaut.
Die Kindersportwoche zeigt, dass dieser Gedanke noch eine Nummer größer funktioniert.
Denn am Ende tragen wir zwar unterschiedliche Trikots, betreiben unterschiedliche Sportarten und gehören unterschiedlichen Abteilungen an.
Aber auf der Brust steht bei uns allen dasselbe:
Pulheimer SC.
Und wenn Trainer, Betreuer und Ehrenamtliche abteilungsübergreifend zusammenarbeiten, um Kindern Freude an Bewegung zu vermitteln, dann zeigt sich, was ein großer Mehrspartenverein leisten kann.
Heute ging es deshalb vielleicht gar nicht nur um Inlinehockey.
Es ging um Kinder, die etwas Neues ausprobieren durften.
Um kleine Erfolgserlebnisse.
Um Gemeinschaft.
Um Ehrenamt.
Und um die Erkenntnis, dass Sport manchmal mit einem etwas wackeligen ersten Meter beginnt – und wenige Stunden später mit einem breiten Grinsen und dem ersten selbst geschossenen Tor endet.
Danke an alle Kinder, die sich heute auf dieses Abenteuer eingelassen haben.
Danke an Max, Leon, Johanna, Julian und Alex für die großartige Zusammenarbeit.
Danke an Sophie, Gerri, Marcel, Darko, Schumi und Philipp für euren Einsatz.
Und danke an den Pulheimer SC, dass Veranstaltungen wie diese Kindern die Möglichkeit geben, die unglaubliche Vielfalt des Sports kennenzulernen.
Heute sagen wir deshalb einmal nicht nur:
WE ARE VIPERS FAMILY! 🐍💚
Heute sagen wir:
WE ARE PSC FAMILY! 💚
Und vielleicht sehen wir das eine oder andere heute noch vorsichtig rollende Gesicht ja irgendwann wieder.
Dann mit eigenen Skates.
Eigenem Schläger.
Und einem Vipers-Trikot. 🐍🏒



